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  Konzept

 
   
 
Liebe Eltern!

Unser Team möchte Ihnen in dieser Konzeption vorstellen, was Sie und Ihr Kind erwartet, wenn es aus dem kleinen Lebensraum „Familie“ täglich für einige Stunden in den größeren Lebensraum bzw. Erlebnisraum „katholische Tageseinrichtung Heilige Familie“ eintritt.

Sie werden sehen und erleben: das "Kindergartenleben" ergänzt ihr Familienleben.
Die natürliche Grundlage ihres Zusammenlebens mit ihrem Kind ist ihre elterliche Liebe.
Liebevolle Zuwendung, glückliche Entfaltung und behutsame Erziehung ihres Kindes erwarten Sie von ihrer Tageseinrichtung.
Fröhlich und unbeschwert soll ihr Kind seine kleine Welt erobern, Schritt für Schritt, jeden Tag ein kleines Stückchen mehr.

Nicht von ungefähr schaut Jesus aus dem gegenüberliegenden Wandbild freundlich auf unseren Tageseinrichtung und unser Außengelände.

Jesus sagt: „Wer ein Kind in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf!“ (Math. 18.5)
 

 
Gibt es einen tieferen Grund, Ihr Kind liebevoll in unsere Tageseinrichtung aufzunehmen?
Wir wollen das in unserem "Kindergarten" verwirklichen.



Warum haben wir diese Konzeption erarbeitet?

Unsere „Tageseinrichtung für Kinder“ hat einen gesetzlich festgeschriebenen Erziehungs- und Bildungsauftrag (KiBiZ).
Der besondere Charakter unserer kath. „Tageseinrichtung für Kinder“ beruht zusätzlich auf den Grundsätzen, die die fünf Bischöfe für die NRW-Teile ihrer Bistümer herausgegeben haben.
(Statut vom 01. Januar 2012)

Unser hier vorliegendes Konzept hat den Zweck aufzuzeigen, wie wir in unserer kath. „Tageseinrichtung Heilige Familie“ den gesetzlichen und kirchlichen Auftrag erfüllen wollen.
Unser Konzept ist die Grundlage für die tägliche Arbeit mit und an den Kindern.
Wir, die pädagogischen Mitarbeiter/Innen haben das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Träger, der Pfarrei Heilige Familie erarbeitet und zusammengestellt.
Dadurch wird es den Eltern ermöglicht unsere Arbeit zu reflektieren und zu beurteilen.

Neue Mitarbeiter/Innen und Praktikanten können sich mir Hilfe dieses Konzeptes über die Arbeit in unserer Tageseinrichtung informieren und sich mit diesem auseinandersetzen.

Unser Konzept bietet Fachschulen und anderen Ausbildungsstätten einen Überblick über unsere Ziele und Arbeitsweisen.




⇒ Ich-Stärkung

Vertrauen: Wir legen großen Wert darauf, dass jedes Kind sich angenommen und ernst genommen, beachtet und geachtet, akzeptiert und respektiert fühlt, damit es Vertrauen fassen und angstfrei in freundlicher Umgebung, in einem Klima der Freude, seine Kindergartenzeit erleben kann.

Rituale: Wir begrüßen und verabschieden jedes Kind mit Handschlag und einigen persönlichen Worten, um ihm zu zeigen, dass es willkommen ist.

Geborgenheit: Wir sorgen für gleich bleibende Gruppenleitungsteams, damit ein Kind die Bezugsperson möglichst nicht wechseln muss und sich so ein Gefühl der Geborgenheit entwickeln kann.

Orientierung: Ein Gefühlt von Halt und Sicherheit geht auch von den stabilen räumlichen Orientierungspunkten aus:
mein Gruppenraum. mein Garderobenhaken, mein Handtuch…….
Ebenso vermittels ein überschaubarer Tages- und Wochenablauf ein Gefühl von sicherer Orientierung: wir spielen im Gruppenraum, wir frühstücken mit den U3-Kindern in der großen Eingangshalle, wir tun etwas gemeinsam, wir gehen in die Turnhalle, wir spielen draußen….

Ermutigung: Wir bestärken die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl, indem wir sie bei allen Tätigkeiten häufig loben und sie bei Misserfolg oder Verzagtheit trösten und ermutigen.

Zuwendung: Wir zeigen den Kindern im besonderem Maße Zuwendung, wenn sie traurig oder enttäuscht sind, aber auch, wenn sie Schwierigkeiten haben mit ihren Gefühlen der Wut und Rache umzugehen. Gerade dann brauchen sie Nähe und nicht Distanzierung.

Geburtstag: An seinem Geburtstag wenden wir jedem Kind besondere Aufmerksamkeit zu. Das Kind wird gefeiert und es erlebt: „Ich bin wichtig.“

religiöser Aspekt: Die Erfahrungen des Angenommen-Seins, der Zuwendung und des Vertrauens machen die Kinder aufgeschlossen für die frohe Botschaft: „Gott kennt mich; er hat mich gern; er ist gut zu mir.“
Biblische Geschichten des Vertrauens bestärken diesen anfänglichen Glauben.
Die Erfahrung der eigenen Geburtstagsfeier macht die Kinder aufgeschlossen für die Weihnachtsbotschaft: „Jesus ist geboren; er ist ganz wichtig.“


⇒ Selbständigkeit

In unserer Tageseinrichtung haben die Kinder die Möglichkeit, sich innerhalb eines geschützten Terrains relativ frei zu bewegen.
Das eigenständige Meistern von Situationen und Aufgaben fördert die Selbständigkeit der Kinder.

Die Selbstständigkeit gliedert sich in verschiedene Bereiche:
• Selbstständigkeit in alltäglichen Aufgaben, z.B.: beim An- und Ausziehen, beim Toilettengang, beim Frühstücken, beim Aufräumen...
• Selbstständigkeit im sozialen Bereich, z.B.: bei der Kontaktaufnahme, bei der Lösung von Konflikten...
Die Kinder werden in ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und sollten in der Lage sein, Meinungen frei zu äußern und auch mal „Nein“ zu sagen.


⇒ Soziale Kompetenz

Der Mensch wird als "Egoist" geboren und braucht lange, um eine soziale Kompetenz zu erlangen.
Wen wundert es da, das unsere kleinen Kinder – noch nahe dran an der egoistischen Babyzeit – ihre Schwierigkeiten mit der nötigen Einsicht und Rücksichtnahme haben?
Sie sind leicht geneigt, ihre Ansprüche mit vitaler Energie durchzusetzen, zu verteidigen oder einzufordern.
Unsere tägliche schwierige Aufgabe liegt darin, das Wohlfühlen aller – der Betroffenen und Nichtbetroffenen - zu schützen, mit Gelassenheit und Humor für gute Stimmung zu sorgen und die Streitenden zur Einsicht zu führen.


⇒ Religionspädagogischer Bereich

Der religionspädagogische Bereich ist ein wichtiger Teilbereich unserer pädagogischen Arbeit.
Jedes Jahr greifen wir die kirchlichen Feste und Feiertage auf. In spielerischen Aktivitäten werden diese dann mit den Kindern erarbeitet und umgesetzt:
z.B. durch religiöse Bilderbücher und Geschichten, Lieder, Rollenspiele, Gebete, Meditationen und Gespräche.
Mehrmals jährlich bereiten wir mit unseren Kindergartenkindern Wortgottesdienste zu unterschiedlichen Anlässen vor ( Erntedank, Advent, Entlassfeier etc.).


⇒ Wahrnehmung

Das Kind nimmt seine Umwelt mit verschiedenen Sinnen wahr.
Sie werden in Form von Reizen aufgenommen, zum Gehirn weiter geleitet und dort "sinnvoll" verarbeitet.
Die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche sind:
• Schmecken - gustatorische Wahrnehmung
• Riechen - olfaktorische Wahrnehmung
• Sehen - visuelle Wahrnehmung
• Hören - auditive Wahrnehmung
• Fühlen - taktile Wahrnehmung
• Tiefenwahrnehmung - kinästhetische Wahrnehmung
• Gleichgewicht - vestibuläre Wahrnehmung

Das folgende Schaubild soll das Zusammenspiel der verschiedenartigen Sinne verdeutlichen:
 
 
⇒ Förderung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit

Eng mit der Entfaltung der Wahrnehmung ist die Entwicklung der Sprache verbunden. Die Sprachentwicklung ist eine wesentliche Grundlage unserer pädagogischen Arbeit in unserer Einrichtung.
Wir alle wissen, wie wichtig das Sprechen für die alltägliche Kommunikation ist.
Durch Rollenspiele, Bilderbücher, Lieder, Geschichten, Reime, Fingerspiele und Angebote zur Wahrnehmungsförderung werden die Kinder spielerisch zum Sprechen heraus gefordert. In Gesprächen und Kinderkonferenzen lernen die Kinder, sich frei zu äußern und mitzuteilen.
Durch diese verschiedenen Aktivitäten werden folgende Teilbereiche gefördert und erweitert:
• Sprachverständnis
• Mundmotorik
• Aussprache
• Wortschatz
• Ausdrucksfähigkeit
• sprachliche Grammatik

Fremdsprachen: Migrantenkinder müssen sich zunächst in ihrer Muttersprache gut und altersgemäß ausdrücken können. Erst daraufhin kann die Förderung der deutschen Sprache- als Fremdsprache- erfolgen.


⇒ Grob- und Feinmotorik

Die Grobmotorik bildet die Basis für sämtliche andere Lernbereiche.
Durch gezielte Bewegungsangebote, wie das Spielen und Herumtoben auf dem Außengelände, und die Nutzung von Flurbereich und Turnhalle während des gesamten Freispiels wird dem Bewegungsdrang der Kinder nachgegeben und die Motorik und das Gleichgewicht geschult.
In angeleiteten Bewegungseinheiten achten wir verstärkt auf verschiedene motorische Fähigkeiten wie Grundbewegungsarten, Körperkoordination, Gleichgewicht, Ausdauer und Geschicklichkeit.
Durch diese Förderung werden auch die Grundlagen der Feinmotorik und der Sprachmotorik, sowie die der Wahrnehmung ausgebildet.

Feinmotorische Übungen in unserer Tageseinrichtung sind z.B.: Spielen mit verschiedenen Konstruktions- und Steckmaterialien, Fingerspiele, Malen, Schneiden, Schwungübungen, Prickeln und Kneten, Knöpfe zuknöpfen etc..
Hierdurch werden Bereiche wie Fingerfertigkeit, Kraftdosierung und Koordination geschult.
Übungen in diesem Bereich sind z.B. die Voraussetzung für den späteren Schrifterwerb.


⇒ Förderung der Konzentration und Ausdauer

In alltäglichen Spielsituationen und während angeleiteten Aktivitäten spielt die Förderung der Konzentration und Ausdauer eine wichtige Rolle:
• Aufgaben und Spiele mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu Ende führen
• sich nicht ständig von äußeren Reizen ablenken lassen
• geduldig und aufmerksam sein
• Geschichten, Gesprächen und Bilderbüchern folgen können


⇒ Stärkung der Fantasie und Kreativität

Bei Beschäftigungen im ästhetischen Bereich (Malen, Basteln, Werken ...) und bei Dekorationen innerhalb der Tageseinrichtung haben die Kinder die Möglichkeit, individuell mitzugestalten.
Das Bereitstellen unterschiedlicher Materialien im Freispiel wie z.B. Knete, „wertlose Materialien“, Bausteine und Legematerialien fordern die Kinder zum Experimentieren heraus, ermöglichen ihnen ein kreatives Spiel und ein „sinnvolles“ Erleben und Begreifen.
Zu viele vorgefertigte Spielmaterialien oder Medien, wie z.B. Fernsehen, fördern die Sinne der Kinder nur einseitig, lassen bestimmte Sinnesbereiche abstumpfen und schränken die Kreativität immer mehr ein. Mit Geschichten und Märchen wird vor allem die Fantasie der Kinder angeregt.
Außerdem bieten verschiedene Spiele mit offenem Verlaufscharakter (z.B. Rollenspiele) Raum für eigene Ideen, Fantasien und Anregungen untereinander.


⇒ Kenntnisse und Einsichten

Wir fördern durchgehend die Entfaltung eines altersgemäßen Sachwissens bei den Kindern, nach Möglichkeit ausgehend von dem, was die Kinder als momentanes Interesse mitbringen.
Der situative Ansatz ergibt sich nicht immer von selbst, aber Themen aus dem Jahreskreis wie auch aus dem Kirchenjahr sind immer nahe liegend.


⇒ Förderung des Sozialverhaltens / gemeinsame Erziehung gemeinsames Erleben von christlich-sozialen Werten


Im Kindergarten entwickeln die Kinder ein Wir-Gefühl und erlangen im Laufe der Jahre unterschiedliche soziale Kompetenzen, z.B.:
• Achtung der individuellen Persönlichkeit auf Grundlage des christlichen Menschenbildes
• Stärkung des hilfsbereiten und liebevollen Miteinanders
• Integration von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen
• Toleranz und Akzeptanz gegenüber Kindern anderer Herkunft
• Frustrationstoleranz
• Konfliktlöseverhalten
• Einfühlungsvermögen
• Durchsetzungsvermögen
• Grenzen erfahren, Regeln einhalten
• Kooperationsbereitschaft

Das Kind erlernt somit wichtige soziale Regeln und Verhaltensweisen für den täglichen Umgang mit anderen Menschen und sein späteres Leben.
Gerade das Freispiel und verschiedene Gruppenaktivitäten bieten uns Erzieher/Innen die Möglichkeit, Situationen (z.B. einen Konflikt) aufzugreifen, Hilfestellungen anzubieten und in der Gesamtgruppe zu thematisieren.
Im gemeinsamen Zusammenleben lernen die Kinder, sich gegenseitig mit ihren Stärken und Schwächen zu akzeptieren und einander zu helfen. Wir legen dabei großen Wert auf ein christlich-soziales und demokratisches Miteinander.
Somit wird eine Ausgrenzung „auffälliger“ oder „andersartiger“ Kinder vermieden und die Kinder erleben ein tolerantes und selbstverständliches Miteinander.
Durch die gemeinsame Erziehung möchten wir allen Kindern, die gleichen Ausgangspositionen bieten. Es ist uns sehr wichtig, die individuellen Stärken eines jeden Kindes zu berücksichtigen und im Rahmen unserer Arbeit daran anzuknüpfen.


⇒ Kognitive Förderung / Wissensvermittlung

Allgemeine Wissensvermittlung, Merkfähigkeit, logisches Denken und das Verstehen von Zusammenhängen und Aufgabenstellungen, dies sind z.B. Teilbereiche der kognitiven (geistigen) Entwicklung.
Folgende Angebote setzen wir zur Förderung ein:
• Medien
• Umgang mit Mengen und Zahlen
• naturwissenschaftliche Experimente
• Ausflüge
• Anschauungsmaterial
• Gespräche und Geschichten
• angeleitete Aktivitäten
• Lernspiele zur Förderung des logischen Denkens und der Merkfähigkeit (Puzzles, Memory, Lük-Kasten, Zuordnungen,Farben, Formen, Würfel- und Kartenspiele etc.)
• Verschiedene Arbeitsblätter
 
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